Kurzantwort: Für weitere Effizienzmaßnahmen beträgt die BAFA-Grundförderung 15 %. Die zusätzlichen 5 % iSFP-Bonus gelten seit 21.07.2026 nur für den Betrag oberhalb der normalen gebäudebezogenen Kostenobergrenze. Diese liegt bei einer Wohneinheit bei 30.000 €, bei drei Wohneinheiten beispielsweise bei 60.000 €. Die Schwelle muss in einem einzelnen Antrag erreicht werden; Kosten mehrerer Anträge werden nicht zusammengezählt.
Wichtig: Diese Seite erklärt Förderbedingungen, gibt aber keine Förderzusage. Maßgeblich sind die am Tag Ihres Antrags geltende Richtlinie, die technischen Mindestanforderungen und die Angaben im BAFA-Portal. Schließen Sie keinen unbedingten Lieferungs- oder Leistungsvertrag, bevor der förderkonforme Antragsweg geklärt ist.
Was fördert das BAFA bei Einzelmaßnahmen?
Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) bearbeitet das BAFA Zuschüsse für weitere Effizienzmaßnahmen. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung und Heizungsoptimierung. Die Zuschüsse für einen Heizungstausch werden grundsätzlich über die KfW abgewickelt.
| Vorhaben | Typischer Förderweg | Vor dem Antrag prüfen |
|---|---|---|
| Dämmung, Fenster, Außentüren, sommerlicher Wärmeschutz | BAFA: Gebäudehülle | Technische Mindestanforderungen und EEE-Einbindung |
| Lüftungs- und digitale Effizienztechnik ohne Wärmeerzeuger | BAFA: Anlagentechnik außer Heizung | Förderfähige Komponenten und technische Projektbeschreibung |
| Hydraulischer Abgleich, Pumpentausch und weitere Optimierung | BAFA: Heizungsoptimierung | Gebäude-, Anlagen- und Altersvoraussetzungen |
| Wärmepumpe, Biomasseheizung oder Netzanschluss als Heizungstausch | KfW: Heizungsförderung | Aktuelle KfW-Produktbedingungen und förderfähige Kosten |
Einzelne Komponenten können je nach Einbindung unterschiedlichen Fördersegmenten zugeordnet werden. Lassen Sie deshalb Angebot, technische Projektbeschreibung und Kostenabgrenzung vor Antragstellung aufeinander abstimmen. Die Seiten zur KfW-Heizungsförderung und zum Ergänzungskredit 358/359 behandeln die anderen Förderwege getrennt.
Fördersatz und neue iSFP-Logik ab 21.07.2026
Für Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung und Heizungsoptimierung zur Effizienzverbesserung beträgt die Grundförderung nach den BAFA-Informationen 15 %. Der iSFP-Bonus beträgt 5 % und gilt nur auf den Betrag oberhalb der normalen gebäudebezogenen Kostenobergrenze. Bei einer Wohneinheit liegt die Schwelle bei 30.000 €, bei mehreren steigt sie nach der unten erläuterten Staffel. Die Investitionskosten müssen innerhalb eines einzelnen Antrags ausreichen; eine Jahressummierung mehrerer Anträge ist ausgeschlossen.
| Förderfähige Ausgaben | Grundförderung 15 % | iSFP-Bonus 5 % | Rechnerische Summe |
|---|---|---|---|
| 22.000 € | 3.300 € | 0 € | 3.300 € |
| 30.000 € | 4.500 € | 0 € | 4.500 € |
| 40.000 € | 6.000 € | 500 € auf 10.000 € Mehrbetrag | 6.500 € |
| 60.000 € | 9.000 € | 1.500 € auf 30.000 € Mehrbetrag | 10.500 € |
Die Beispiele zeigen nur die neue Rechenlogik. Sie sind keine Anspruchsberechnung: Anerkannte Kosten, Höchstgrenzen, technische Anforderungen, Kumulierungen und die konkrete Förderentscheidung können das Ergebnis verändern.
Was der iSFP nicht automatisch bewirkt
- Unterhalb und genau an der gebäudebezogenen Schwelle entsteht kein iSFP-Bonus. 30.000 € gelten nur bei einer Wohneinheit.
- Der Bonus gilt nicht allein deshalb, weil irgendein iSFP vorhanden ist. Die Maßnahme muss die Förderbedingungen erfüllen und zum förderfähigen Sanierungsfahrplan passen.
- Der iSFP-Bonus gehört nicht zur Heizungsförderung.
- Ein wirtschaftlicher Vorteil lässt sich ohne Beratungshonorar, Maßnahmenumfang und weitere Sanierungsschritte nicht pauschal versprechen.
Höchstgrenzen förderfähiger Ausgaben
Die normale Kostenobergrenze beträgt pro Kalenderjahr 30.000 € für die erste Wohneinheit, je 15.000 € für die zweite bis sechste und je 8.000 € ab der siebten. Wird der iSFP-Bonus gewährt oder ist der Eigentümer nach Nummer 5.2 der EBW-Richtlinie nicht antragsberechtigt für einen iSFP, gilt die erhöhte Staffel: 60.000 €, je 30.000 € und je 15.000 €. Die Werte werden für das Gebäude addiert; sie gelten nicht einheitlich für jede Wohnung. Die höhere Obergrenze bedeutet keine pauschale 20-%-Förderung. Bei drei Wohneinheiten ergibt sich beispielsweise eine normale Grenze und iSFP-Schwelle von 60.000 € sowie eine erhöhte Grenze von 120.000 €.
Bei mehreren Wohneinheiten, mehreren Anträgen oder über Kalenderjahre verteilten Vorhaben gelten zusätzliche Zuordnungs- und Kumulierungsregeln. Diese Seite empfiehlt deshalb keine künstliche Aufteilung von Maßnahmen. Klären Sie die konkrete Antragsstruktur vor Vertragsbindung mit dem eingebundenen Energieeffizienz-Experten und anhand der aktuellen BAFA-Unterlagen.
Der BAFA-Antragsweg in fünf Schritten
- Fördersegment klären: Ordnen Sie die Maßnahme Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung oder Heizungsoptimierung zu und prüfen Sie die aktuellen technischen Mindestanforderungen.
- Angebot und iSFP prüfen: Holen Sie ein konkretes Angebot ein. Soll der iSFP-Bonus beantragt werden, muss ein förderfähiger iSFP vorliegen und die Maßnahme dazu passen.
- TPB-ID beschaffen: Das zuständige Fachunternehmen oder ein eingebundener Energieeffizienz-Experte erstellt die technische Projektbeschreibung (TPB) und übermittelt die TPB-ID.
- Vertrag förderkonform gestalten und Antrag stellen: Spätestens bei Antragstellung muss ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung der Förderzusage und einem voraussichtlichen Umsetzungsdatum vorliegen. Der Antrag wird online beim BAFA gestellt.
- Umsetzen und nachweisen: Ein Beginn nach Antragstellung, aber vor Zuwendungsbescheid, erfolgt nach BAFA-Hinweis auf eigenes Risiko. Nach Umsetzung werden technischer Projektnachweis und die geforderten Unterlagen für den Verwendungsnachweis eingereicht.
Praktische Unterlagenliste: Angebot, bedingter Vertrag, gegebenenfalls iSFP, TPB-ID, Eigentums- und Objektdaten sowie später Rechnungen, Zahlungs- und technische Umsetzungsnachweise geordnet bereithalten. Welche Unterlagen konkret verlangt werden, ergibt sich aus dem aktuellen Online-Verfahren.
Wann ist ein Energieeffizienz-Experte erforderlich?
Nach der BAFA-Übersicht ist ein Energieeffizienz-Experte insbesondere für Maßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung, Anträge mit iSFP-Bonus sowie Fachplanung und Baubegleitung einzubinden. Bei anderen Fördersegmenten kann die technische Projektbeschreibung teilweise durch das ausführende Fachunternehmen erstellt werden.
Nutzen Sie für die Auswahl die Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes und prüfen Sie die passende Kategorie für Wohn- oder Nichtwohngebäude. Eine Beauftragung oder Qualifikation wird auf dieser Seite nicht vermittelt oder garantiert.
Wie wird die Energieberatung für den iSFP gefördert?
Die BAFA-Energieberatung für Wohngebäude (EBW) ist ein eigenes Förderverfahren. Nach dem am 02.10.2026 abgerufenen BAFA-Stand beträgt der Zuschuss 50 % des förderfähigen Beratungshonorars, höchstens 650 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern und 850 € bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten. Für Wohnungseigentümergemeinschaften kann unter den Programmbedingungen ein einmaliger Zuschuss von höchstens 250 € für die Erläuterung in einer Eigentümerversammlung hinzukommen.
Diese Förderung der Beratung ist von der späteren BEG-EM-Förderung einer Sanierungsmaßnahme zu unterscheiden. Ob sich ein iSFP wirtschaftlich lohnt, hängt unter anderem von Beratungshonorar, Maßnahmenvolumen und weiteren geplanten Schritten ab.
BAFA-Maßnahmen und KfW-Heizungsförderung kombinieren
Gebäudehülle und Heizung können Teil einer abgestimmten Sanierung sein. Unterschiedliche, eindeutig getrennte Kostenpositionen können grundsätzlich über die jeweils zuständigen Programme beantragt werden. Dieselbe Rechnung oder Kostenposition darf jedoch nicht doppelt gefördert werden.
Eine sinnvolle technische Reihenfolge hängt vom Gebäude ab. Vor dem Heizungstausch sollten Heizlast, vorhandene Heizflächen und geplante Hüllmaßnahmen gemeinsam betrachtet werden. Einen Überblick bieten der Kosten-Ratgeber zum Heizungstausch und die Seite zur Wärmepumpenförderung.
Einordnung für Bamberg
Für Gebäude in Bamberg gelten dieselben Bundes-Förderbedingungen wie andernorts. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Objekten im Welterbe können zusätzlich denkmalrechtliche Genehmigungen und objektspezifische technische Lösungen erforderlich sein. Daraus folgt weder automatisch eine Förderfähigkeit noch ein bestimmter technischer Standard. Prüfen Sie Förderanforderungen und Genehmigungsweg getrennt.
Für eine erste Vorbereitung können Sie Baualter, Bauteilaufbau, vorhandene Unterlagen, geplante Maßnahmen und Angebote sammeln. Lokale Wärmeplanung und eine mögliche spätere Gebietsausweisung sind davon zu unterscheiden; dazu informiert die Seite Wärmeplanung Bamberg.
Häufige Fragen
Was fördert das BAFA bei Einzelmaßnahmen?
Das BAFA bearbeitet Zuschüsse für weitere Effizienzmaßnahmen wie Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung und Heizungsoptimierung. Die Zuschüsse für den Heizungstausch werden grundsätzlich über die KfW beantragt.
Wie wird der iSFP-Bonus seit 21. Juli 2026 berechnet?
Der Bonus beträgt 5 % und gilt nur auf den Betrag oberhalb der normalen gebäudebezogenen Kostenobergrenze. Bei einer Wohneinheit liegt die Schwelle bei 30.000 €, bei drei beispielsweise bei 60.000 €. Die Schwelle muss in einem einzelnen Antrag erreicht werden; mehrere Anträge werden nicht addiert. Genau an der Schwelle entsteht kein Bonusbetrag.
Welche Höchstgrenzen gelten für weitere Effizienzmaßnahmen?
Pro Kalenderjahr gilt normalerweise die Staffel 30.000 € für die erste Wohneinheit, je 15.000 € für die zweite bis sechste und je 8.000 € ab der siebten. Unter den BAFA-Voraussetzungen für die erhöhte Grenze gilt die Staffel 60.000 €, je 30.000 € und je 15.000 €. Die Beträge werden für das Gebäude addiert; sie gelten nicht einheitlich je Wohnung.
Darf ein Vertrag vor dem BAFA-Antrag geschlossen werden?
Spätestens bei Antragstellung muss ein Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung der Förderzusage vorliegen; er muss auch das voraussichtliche Umsetzungsdatum enthalten. Ein unbedingter Vorhabenbeginn vor Antragstellung kann die Förderung ausschließen.
Wann ist ein Energieeffizienz-Experte erforderlich?
Für Maßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizung, Anträge mit iSFP-Bonus sowie Fachplanung und Baubegleitung ist nach den BAFA-Informationen ein Energieeffizienz-Experte einzubinden. Bei anderen Fördersegmenten kann die TPB teilweise durch das Fachunternehmen erstellt werden.
Kann man BAFA-Effizienzmaßnahmen und KfW-Heizungsförderung kombinieren?
Unterschiedliche Maßnahmen können grundsätzlich getrennt gefördert werden. Dieselben Kosten dürfen jedoch nicht doppelt angesetzt werden; die genaue Abgrenzung und Kumulierungsregel ist vor Antragstellung zu prüfen.
Wie wird ein iSFP selbst gefördert?
Die BAFA-Energieberatung für Wohngebäude fördert 50 % des förderfähigen Beratungshonorars, höchstens 650 € bei Ein- und Zweifamilienhäusern und 850 € bei Wohngebäuden ab drei Wohneinheiten. Maßgeblich sind die aktuellen EBW-Bedingungen.
Amtliche Quellen und Gültigkeitsstand
- BAFA: Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle; abgerufen am 02.10.2026; Kostenstaffel und iSFP-Schwelle.
- BAFA: Anlagentechnik außer Heizung; abgerufen am 02.10.2026; Fördersatz und Fördersegment.
- BAFA: Heizungsoptimierung; abgerufen am 02.10.2026; Förderbedingungen, Gebäudegrenzen und iSFP.
- BAFA: Informationen zur Antragstellung — Herausgeber: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle; kein separates Aktualisierungsdatum ausgewiesen; abgerufen am 02.10.2026; verwendet für Angebot, bedingten Vertrag, TPB und Beginn auf eigenes Risiko.
- BAFA: Förderprogramm im Überblick — Herausgeber: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle; kein separates Aktualisierungsdatum ausgewiesen; abgerufen am 02.10.2026; verwendet für EEE-Pflicht, TPB und TPN.
- BAFA: Energieberatung für Wohngebäude — Herausgeber: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle; kein separates Aktualisierungsdatum ausgewiesen; abgerufen am 02.10.2026; verwendet für 50 %, 650 €, 850 € und WEG-Zuschuss.
Gültigkeitsstand: Redaktioneller Quellencheck am 02.10.2026; historische Ereignisse und Programmgültigkeit wie oben angegeben. Da Programme geändert werden können, müssen die amtlichen Quellen vor einer Vertrags- oder Antragsentscheidung erneut geöffnet werden.