Ortsseite · Strullendorf · Wärmeplan 2026
Strullendorf — Gemeinde im Landkreis Bamberg, rund 7.700 Einwohner, acht Kilometer südöstlich der Domstadt im Frankenjura-Vorland. Die Wärmeplanung läuft in Vorbereitung (WPG-Frist 30.06.2028), der EFH-Heizungsmix ist gasdominiert mit ländlichem Pellet- und Öl-Anteil. Im Ortsteil Pfaffendorf entscheidet der Denkmalschutz mit über die Heizungsoption.
Stand: 28. April 2026 · Quellen: Gemeinde Strullendorf, Bayerisches Landesamt für Statistik, § 4 WPG, AVEn Bayern, KfW 458 Merkblatt 2026, Landratsamt Bamberg / Untere Denkmalschutzbehörde
Kurz: Strullendorf — rund 7.700 Einwohner, acht Kilometer südöstlich Bambergs im leicht hügeligen Frankenjura-Vorland. Mehrere Ortsteile, darunter Pfaffendorf mit erhaltenem Fachwerk-Altort und Denkmalauflagen. Heizungsmix gasdominiert, ländlich-bedingt aber höherer Pellet- und Öl-Anteil als in den stadtnahen Gemeinden. Wärmeplan in Vorbereitung. Familienbetrieb Dippold deckt Strullendorf vom Standort Hallstadt aus ab — Anfahrt rund 12–15 Kilometer.
Bevölkerung
ca. 7.700
Gemeinde Strullendorf, fortgeschriebene Bevölkerungsstatistik 2025/26 (Bayer. Landesamt für Statistik).
Wärmeplan
In Vorbereitung
Stand April 2026 kein Beschluss. WPG-Frist für Gemeinden < 100.000 Einwohner: 30.06.2028.
Heizungsmix EFH
Gas + ländlicher Pellet-Anteil
Geschätzt 50–60 % Gas, 15–20 % Öl, 10–15 % Pellet, 10–15 % Wärmepumpe (Neubau/Modernisierung).
Typische EFH-Heizlast
8–15 kW
Bestands-EFH 1960–2000, je nach Hülle, Wohnfläche und Hanglage; nach DIN EN 12831.
Förderung 2026
KfW 458 — bis 70 %
30 % Grund + 20 % Klimageschwindigkeit + 30 % Einkommen (≤ 40 k zvE) + 5 % Effizienz; gedeckelt 70 %.
Denkmalschutz Pfaffendorf
Fachwerk-Altort relevant
Außeneinheit-Position, Sichtbarkeit, Sole-Alternative — Vorabklärung mit Unterer Denkmalschutzbehörde Bamberg.
Familie Dippold Standort
96103 Hallstadt
SHK-Familienbetrieb seit über 50 Jahren, Innung SHK Bamberg, 24-Stunden-Notdienst auch für Strullendorf.
Reaktionszeit Notdienst
~ 1,5–2 h Strullendorf
Anfahrt rund 12–15 km über A 73 / Bundesstraße; werktägliche Termine in wenigen Tagen.
Strullendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Bamberg, rund acht Kilometer südöstlich der kreisfreien Stadt Bamberg, an der Bahnstrecke Bamberg–Forchheim–Nürnberg und an der A 73. Einwohnerzahl fortgeschrieben rund 7.700 (Bayerisches Landesamt für Statistik, Stand 2025/26). Die Gemeinde besteht aus mehreren eigenständigen Ortsteilen, darunter neben dem Hauptort Pfaffendorf, Geisfeld und Roßdorf am Forst.
Die Lage im Frankenjura-Vorland ist leicht hügelig — mit Auswirkungen auf Heizlast, Hanglage einzelner Bestandshäuser und den Anteil von Außenbereichs-Einzellagen mit Öl-Tanks. Der ländliche Charakter ist deutlich stärker ausgeprägt als in den stadtnäheren Gemeinden des Bamberger Umlands.
Für die Heizungsfrage entscheidend ist die Wohnstruktur: dominanter EFH-Bestand mit Reihen- und Doppelhaussiedlungen entlang der Hauptachsen, dazu zahlreiche Einzelobjekte in den kleineren Ortsteilen. Die Pfaffendorfer Altstruktur mit erhaltenem Fachwerk fällt unter Denkmalauflagen — der überwiegende Teil des EFH-Bestands in den jüngeren Wohngebieten ist energetisch jedoch frei modernisierbar. Die Verkehrsanbindung über A 73 und Regionalbahn macht Strullendorf zum klassischen Pendlerstandort.
Offizielle, parzellenscharfe Heizungsstatistik für Strullendorf liegt öffentlich nicht vor. Die folgenden Anteile sind Marktschätzung aus SHK-Erfahrung im Raum Bamberg-Süd / Frankenjura-Vorland für den EFH-Bestand 1960–2000:
Typische EFH-Heizlast 8–15 kW mit deutlicher Streuung. Vorlauftemperaturen je nach Heizflächen 50–65 Grad — diese Spannweite entscheidet über die Wärmepumpentauglichkeit (siehe Umland-Hub: 55-Grad-Regel und Verfahren B).
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) verpflichtet Gemeinden zur kommunalen Wärmeplanung — für Gemeinden bis 100.000 Einwohner mit Frist 30. Juni 2028. Strullendorf fällt mit rund 7.700 Einwohnern in diese Kategorie. Stand April 2026 ist kein kommunaler Wärmeplan beschlossen; die Planung läuft in Vorbereitung. Konkrete Eignungsgebiets-Festlegungen oder Wärmenetz-Korridore sind öffentlich nicht ausgewiesen.
Was das für Eigentümer bedeutet: Die Heizungsentscheidung 2026 erfolgt mit der bundesrechtlichen Logik (KfW 458, GEG, BEG). Die GEG-65-Prozent-Erneuerbaren-Pflicht greift mit Inkrafttreten des kommunalen Wärmeplans, spätestens mit Ablauf der WPG-Frist 30.06.2028. Wer 2026 austauscht, sichert den vollen Klimageschwindigkeitsbonus von 20 Prozent — der Bonus läuft bundesweit gestaffelt aus.
Praktische Konsequenz: Für die meisten Strullendorfer EFHs außerhalb möglicher künftiger Wärmenetz-Korridore ist 2026 die individuelle Wärmepumpen- oder Pellet-Entscheidung der rationalere Pfad als das offene Warten auf den Wärmeplan-Beschluss.
Der Ortsteil Pfaffendorf hat einen erhaltenen Fachwerk-Altort mit denkmalrechtlich geschützten Gebäuden. Für die Heizungsentscheidung gelten dort andere Spielregeln als für ein 1980er-EFH am Strullendorfer Ortsrand.
Bei einer Luft/Wasser-Wärmepumpe ist die Außeneinheit die kritische Position. Die Untere Denkmalschutzbehörde am Landratsamt Bamberg prüft typisch:
Wenn die Außeneinheit nicht durchsetzbar ist, ist eine Sole/Wasser-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung die seriöse Alternative. Die Bohrung ist denkmalrechtlich meist unproblematisch, erfordert aber wasserrechtliche Erlaubnis nach WHG / Bay. Wassergesetz. Mehrkosten gegenüber Luft/Wasser typisch 8.000–14.000 Euro brutto — mit Effizienzbonus +5 Prozent (KfW 458) und höheren Feld-JAZ (3,8–4,3) langfristig kompensierbar.
In Pfaffendorf wie in vergleichbaren Fachwerk-Altorten ist die Pellet-Anlage oft die pragmatischste Lösung: bestehender Schornstein nutzbar, Lagerraum häufig vorhanden, keine sichtbare Außeneinheit, KfW-458-Grundförderung 30 % plus Klimageschwindigkeitsbonus 20 %. Dazu Solarthermie auf rückwärtigen Dachflächen denkmalverträglich realisierbar.
Vorabklärung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde vor dem Geräteangebot ist Pflicht. Details: Pelletheizung 2026 — Kosten, Förderung, Auslegung.
Die Förderlogik in Strullendorf entspricht 2026 der bundesweiten Logik — eine eigene kommunale Heizungsförderung der Gemeinde Strullendorf ist öffentlich nicht etabliert. Maßgeblich sind:
Details zu Antragsreihenfolge und Stolperfallen: KfW 458 — bis 70 % Zuschuss.
Für Dämmmaßnahmen, Fenster, Lüftung und Anlagentechnik außerhalb der Heizungserzeugung läuft die Förderung weiter über das BAFA: Grundförderung 15 %, mit iSFP-Bonus zusätzlich 5 %. Beide Schienen (KfW + BAFA) sind in einem koordinierten Sanierungsfahrplan kombinierbar — nicht für denselben Kostenblock, aber für unterschiedliche Maßnahmen am selben Haus. Für Pfaffendorfer Fachwerkhäuser besonders relevant: BAFA fördert auch denkmalgerechte Innendämmung mit angepasster U-Wert-Anforderung.
Bayern hat verschiedene zusätzliche Förderkulissen (z. B. AVEn Bayern, 10.000-Häuser-Programm). Diese sind in der Höhe meist deutlich kleiner als KfW 458 und nicht mit der KfW-Grundförderung für denselben Kostenblock kumulierbar — sie eignen sich für Detailmaßnahmen oder Ergänzungen.
In Strullendorf und Umfeld existieren regionale Energie-Genossenschaften, die gemeinschaftliche Wärme-, PV- und Solarthermie-Projekte initiieren. Angebote, Mitgliedsbedingungen und Wärmebezug-Tarife wechseln und sind vor Vertragsschluss direkt zu prüfen. Für die individuelle Heizungsentscheidung 2026 bleibt die KfW-458-Schiene der primäre Förderpfad.
Stand April 2026 ist kein eigener kommunaler Heizungs-Förderfonds der Gemeinde Strullendorf öffentlich belegt. Verlässlich sind Bund (KfW 458, BAFA) und Bayern. Spätere kommunale Aufstockungen sind im Zuge der künftigen Wärmeplan-Umsetzung möglich, heute aber nicht zugesagt.
Die Kernfrage für die meisten Strullendorfer Eigentümer 2026: Wärmepumpe oder noch eine neue Gas-Brennwertheizung?
Rechtlich ist beides 2026 möglich. Eine neue Gasheizung ist weiterhin einbaubar, unterliegt aber:
Wirtschaftlich entscheidet im Strullendorfer Bestand wie überall die Kombination aus Heizlast, Vorlauftemperatur und JAZ. Typische Bestands-EFHs der 1960er–1990er erreichen bei selektivem Heizflächentausch und sauberem hydraulischen Abgleich nach Verfahren B die 55-Grad-Marke. Damit sind realistische Feld-JAZ von 3,1 bis 3,4 erreichbar (Luft/Wasser), bei guter Hülle und Auslegung 3,5+ (Quelle: Fraunhofer ISE 2025, IWU-Bestandsstudie 2025).
Folge: In den meisten Strullendorfer EFHs außerhalb des Pfaffendorfer Denkmalbestands ist die Wärmepumpe 2026 der wirtschaftlich und regulatorisch robustere Pfad. Die Ausnahmen sind sehr unsanierte Häuser mit problematischen Heizflächen, Hanglagen mit ungünstiger Außeneinheit-Position und das Fachwerk-Ensemble in Pfaffendorf — dort ist Pellet oder Sole-Wärmepumpe der seriöse Pfad.
Die EU-F-Gas-Verordnung verbietet ab 2027 Monoblock-Wärmepumpen bis 12 kW sowie Split-Systeme bis 12 kW mit F-Gasen ab GWP 150. Für den typischen Strullendorfer EFH-Heizleistungsbereich (8–15 kW) heißt das: R290-Monoblock bevorzugen. R290 (Propan) fällt nicht unter die F-Gas-Verordnung und sichert Lifecycle-Robustheit über die nächsten 15–20 Jahre. Zusätzlich qualifiziert R290 für den 5-Prozent-Effizienzbonus der KfW 458.
Strullendorf hat durch die Lage im Frankenjura-Vorland und den ländlichen Charakter einen spürbar höheren Pellet-Anteil als stadtnahe Umland-Gemeinden. Drei Faktoren machen Pellet hier praktisch:
Förderung Pellet 2026: KfW 458 mit 30 % Grund + 20 % Klimageschwindigkeit beim Tausch fossiler Bestandsheizung — bei förderfähigen Investitionskosten 28.000–35.000 Euro brutto resultiert eine Netto-Belastung von rund 14.000–17.500 Euro. Der Effizienzbonus +5 % gilt für Pellet nicht (nur WP mit natürlichen Kältemitteln/Erdwärme). Detailrechnung: Pelletheizung 2026.
Die M. Dippold Heizungsservice GmbH sitzt in 96103 Hallstadt, Dr.-Robert-Pfleger-Str. 19a — und betreut Strullendorf seit Jahrzehnten als Teil des Service-Gebiets. SHK-Familienbetrieb seit über 50 Jahren in dritter Generation, Mitglied der Innung SHK Bamberg.
Was das für Strullendorfer Kunden bedeutet:
Der Betrieb arbeitet herstellerneutral; heizung-bamberg.de wird inhaltlich unabhängig betrieben (Transparenzhinweis im Impressum).
Nein. Stand April 2026 ist in Strullendorf kein kommunaler Wärmeplan im Gemeinderat beschlossen. Die WPG-Frist für Gemeinden bis 100.000 Einwohner ist der 30. Juni 2028. Die Wärmeplanung läuft in Vorbereitung; konkrete Eignungsgebiete oder Wärmenetz-Korridore sind öffentlich nicht ausgewiesen.
Die zentrale Schiene ist KfW 458 mit bis zu 70 Prozent Zuschuss: 30 % Grund + 20 % Klimageschwindigkeit + 30 % Einkommen (≤ 40 k zvE) + 5 % Effizienz. Hülle/Anlagentechnik laufen über BAFA-BEG-EM. Ein eigener kommunaler Topf der Gemeinde Strullendorf ist Stand April 2026 nicht öffentlich belegt.
Strullendorf ist gasdominiert, hat aber durch die ländliche Prägung einen höheren Pellet- und Öl-Anteil als die stadtnahen Gemeinden — geschätzt 50–60 % Gas, 15–20 % Öl, 10–15 % Pellet, 10–15 % Wärmepumpe. Heizlast typisch 8–15 kW, Vorlauftemperaturen 50–65 Grad.
Pfaffendorf hat einen denkmalgeschützten Fachwerk-Altort. Außeneinheit-Position einer Luft-WP wird mit der Unteren Denkmalschutzbehörde Bamberg vorabgestimmt — Sichtbarkeit, Materialwahl, Aufstellungsort. Häufig sinnvoller: Sole-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung oder Pellet mit verdecktem Lager. Vorabklärung vor Geräteangebot ist Pflicht.
In den meisten Strullendorfer EFHs außerhalb Pfaffendorfs ist die Wärmepumpe 2026 der robustere Pfad — wenn Verfahren-B-Heizlast und 55-Grad-Prüfung aufgehen. Eine neue Gasheizung bleibt rechtlich möglich, ist aber nicht KfW-458-förderfähig. Bei sehr unsanierten Häusern und im Denkmalbestand ist Pellet die valide Alternative.
Bayern hat die WP-Außenaufstellung über die BayBO begünstigt: bis 2 Meter Höhe und unter 50 m³ verfahrensfrei und in Abstandsflächen zulässig — sofern Schallrichtwerte nach TA Lärm am Nachbarn eingehalten werden. Schalltechnischer Nachweis vor Aufstellung, vor allem bei kleineren Reihenhausgrundstücken in Geisfeld und Roßdorf am Forst.
Strullendorf hat keine eigenen Stadtwerke. Strom- und Gas-Grundversorgung läuft über regionale Versorger. Es existieren regionale Energie-Genossenschaften für gemeinschaftliche Wärme- und Solarprojekte — konkrete Angebote wechseln und sind vor Vertragsschluss direkt zu prüfen. Ein flächendeckendes Fernwärmenetz besteht nicht.
Standort 96103 Hallstadt, Anfahrt Strullendorf rund 12–15 Kilometer über A 73 / Bundesstraße. Notdienst-Reaktionszeit typisch 1,5 bis 2 Stunden, abhängig von Tageszeit und Verkehr. Werktagstermine üblich innerhalb weniger Tage.
Konkrete Beschlussdaten zum Strullendorfer Wärmeplan, gebietsscharfe Eignungsgebiete und Detailangebote regionaler Energie-Genossenschaften waren zum Stand 28.04.2026 öffentlich nicht abschließend verfügbar. Diese Seite wird nach Bekanntmachung aktualisiert.
Weiterlesen